ADHS-Diagnostik 

Die Diagnostik orientiert sich an den geltenden S3-Leitlinien, beinhaltet spezifische Fragebögen sowie Interviews und schließt mit einem Befundbericht ab. 

Bei einer Anfrage übersende ich Ihnen eine detaillierte Übersicht zum Ablauf, zu den Kosten und Terminvorschläge.


Was ist ADHS


Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine angeborene, neurologische Veränderung, die durch drei Kernbereiche gekennzeichnet ist: ausgeprägte Konzentrationsschwäche, Impulsivität und körperliche Unruhe (Hyperaktivität). Dies kann sich im Erwachsenenalter konkret so zeigen, jedoch mit unterschiedlicher Ausprägung:

  • Schwierigkeiten, langfristig Ziele zu verfolgen, sprunghaft in Interessen
  • Vergesslichkeit, Probleme bei Organisation, Aufschieben bzw. Prokrastinieren
  • Innere und äußere Unruhe, v.a. auch mentale Unruhe
  • Stimmungsschwankungen, geringe Frustrationstoleranz, Impulsivität
  • Schnelle Ablenkbarkeit und Konzentrationsprobleme

Das Bild von ADHS kann sich im Laufe der Zeit verändern, dies hat oft zu der Meinung geführt: „ADHS wächst sich aus“. Tatsächlich wird ADHS auch erst viel später im Leben in Erwägung gezogen, weil das „Symptombild“ lange unklar war oder durch andere Faktoren „überdeckt“ wurde (hohe Intelligenz, Anpassung, viel Struktur von außen etc.). 

Unbehandelt kann ADHS zu vielen Problemen führen, z.B. anhaltendes Stressempfinden, Erschöpfung, Selbstwertprobleme. Eine fundierte Diagnostik kann Klarheit bringen und einen Weg dahin ebnen sich selbst besser zu verstehen und Zugang zu geeigneten Behandlungsangeboten (z.B. medikamentöse Unterstützung, spezifische Therapie) zu erhalten sowie neue Perspektiven zu entwickeln. 

In meiner Praxis biete ich daher eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Diagnostik von ADHS im Erwachsenenalter an. Dabei ist es mir wichtig einen sicheren Rahmen zu stellen, sich selbst authentisch kennenzulernen, ohne Anpassungsdruck. 

Bei Bedarf und freien Kapazitäten kann eine Psychotherapie angeschlossen werden. 


Autismus-Diagnostik 

Die Diagnostik orientiert sich an den geltenden S3-Leitlinien, beinhaltet spezifische Fragebögen sowie Interviews und schließt mit einem Befundbericht ab. 

Bei einer Anfrage übersende ich Ihnen eine detaillierte Übersicht zum Ablauf, zu den Kosten und Terminvorschläge.


Was ist Autismus

Autismus im Erwachsenenalter zeigt sich auf vielfältige Art und Weise, daher wird auch von einem Autismusspektrum gesprochen. Da es sich um ein „Spektrum“ handelt, müssen nicht alle Aspekte zutreffen und können auch in unterschiedlicher Ausprägung bestehen. Eine Auswahl zur Orientierung: 

1

Schwierigkeiten in sozialen Situationen: Bei Autismus ist es gegenüber nicht autistischen Personen oft schwierig Gespräche zu beginnen oder aufrechtzuerhalten. Smalltalk wird als unangenehm empfunden und das Aufbauen und Pflegen von Freundschaften und Beziehungen kann Probleme bereiten

2

Schwierigkeiten mit non-verbaler Kommunikation: häufig ist es erschwert Mimik, Gestik oder Tonfall einer Person einzuschätzen oder es ist mit deutlicher Anstrengung verbunden. Sarkasmus und Ironie zu verstehen kann beeinträchtigt sein, sodass dies wiederholt zu Missverständnissen in zwischenmenschlichen Beziehungen führt

3

Vermeiden von Blickkontakt: häufig wird der Blickkontakt vermieden oder er wird gehalten, obwohl es sehr unangenehm ist. Das kann dazu führen, dass Betroffene als unhöflich, arrogant oder desinteressiert wahrgenommen werden.

4

Unter- oder Überempfindlichkeit bei Sinneswahrnehmungen: oft können laute Geräusche, intensive Gerüche oder Texturen beim Schmecken überwältigend und unangenehm sein. Anderseits kann auch eine geringe Empfindlichkeit gegenüber Schmerz- oder Kältewahrnehmung bestehen. Die jeweilige Ausprägung ist oft sehr individuell und kann jegliche Sinne betreffen.

5

Festhalten an Regeln und Routinen: Häufig orientieren sich Betroffene an festen Abläufen (z.B. Tagesabläufe) und empfinden es als störend, wenn sich etablierte Routinen plötzlich verändern. Stabile Strukturen führen eher zu Sicherheit und Wohlbefinden. 

6

Repetitive Verhaltensweisen: bei einigen Betroffenen treten wiederholte, oft stereotype Bewegungen auf, auch „Stimming“ genannt. Von „Flattern“ mit den Händen, Vor- und Zurückwiegen des Oberkörpers bis hin zu rhythmischen Bewegungen von Füßen oder Händen. 

7

Spezialinteressen: oft finden sich sehr spezifische Interessen, mit denen sich Betroffene sehr intensiv und detailliert auseinandersetzen (z.B. bestimmte Sachgebiete, kreative Hobbies, Sammeln von Objekten).

In meiner Praxis biete ich daher eine strukturierte, wissenschaftlich fundierte Diagnostik von Autismus im Erwachsenenalter an. Dabei ist es mir wichtig einen sicheren Rahmen zu stellen, sich selbst authentisch kennenzulernen, ohne Anpassungsdruck.

Bei Bedarf und freien Kapazitäten kann eine Psychotherapie angeschlossen werden. 


AuDHS oder andere Diagnosen

Es kann vorkommen, dass sich eine Person weder in dem Bereich ADHS noch in dem Bereich Autismus vollständig wiederfindet. Es kann gleichzeitig ADHS und Autismus vorliegen, tatsächlich kann dies gehäuft vorkommen. Im Rahmen einer ausführlichen Differentialdiagnostik (Abklärung verschiedener Gründe für die vorliegenden Auffälligkeiten) werden wir dies ergründen.